Veganes Angebot in der Mensa
Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für eine vegane, daher tierproduktsfreie Ernährung. Auch in der deutschen Hochschullandschaft findet der Veganismus immer mehr Anhänger_innen. So entscheiden sich Student_innen aller Fakultäten aus ethischen Gründen nicht nur dazu, auf Fleisch und Fisch zu verzichten, sondern ebenso auf Eier, Milch und Honig. Darunter gibt es immer mehr Menschen, die aus gesundheitlichem Interesse eine teilvegane Ernährung anstreben, oder klimapolitische Verbesserungen über Ihr Konsumverhalten erreichen wollen. Die Motivationen für die Entscheidung, auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten sind heterogen. Gemein ist jenen derart motivierten Menschen jedoch, dass Ihr Interesse, entweder auf Ei, Milch, Honig, Fleisch und Fisch oder alle sogenannten „tierischen Nahrungsmitteln“ zu verzichten, oft auf Ignoranz oder nur sehr unzureichende Beachtung trifft. Wir freuen uns, dass die Mensa der Uni Bielefeld dem wachsenden Interesse an veganen Speisen Beachtung schenkt und seit dem Sommersemester 2011 vegane Angebote in Ihre Speisekarte aufgenommen hat. Die Verwirklichung eines veganen Mensagerichts war eines der Gründungsinteressen Vengas, das wir mit einer entsprechenden Petition, sowie Gesprächen mit den Verantwortlichen verfolgten. Zum jetzigen Zeitpunkt (Dezember 2011) gestaltet sich das tierfreundliche Angebot der Uni-Mensa wie folgt:
- Ein veganes Menü am vegetarischen Band, 1x (selten 2x) pro Woche.
- Viele Eintöpfe sind in veganer Version verfügbar.
- Das Angebot an der Salatbar wird immer wieder durch neue vegane Wahlbestandteile ergänzt.
- Die veganen Angebote sind durch die Kennzeichnung „V/L“ erkennbar.
Wir begrüßen diesen Fortschritt außerordentlich und möchten uns herzlich beim Studentenwerk für diese Veränderungen bedanken. Gleichzeitig sehen wir noch einiges an Potenzial, denn ein veganes Gericht pro Woche (abseits der natürlich auch geschätzten Eintöpfe und der Salatbar) ist gegenüber zwei Fleischgerichten pro Tag (wiederum die Eintöpfe und Salatbar nicht mitgerechnet) doch arg im Hintertreffen. In Anbetracht der Tatsache, dass weder Ovo-Lakto-Vegetarier_innen noch Omnivore durch eine Ausbreitung des veganen Angebots eine geringere Auswahl hätten, eine solche Ausweitung tierproduktsfreier Speisen, bei gleichzeitiger Reduktion von tier(produkt)haltigen Gerichten aber nicht nur den vegan lebenden oder laktoseintoleranten Menschen nutzen würde, sondern viele Vorteile, darunter für Klima, Gesundheit und die Ressourcen des Planeten hätte, hoffen wir sehr, dass die veganen Kochkünste der Mensaküche in Zukunft noch verstärkt zum Einsatz kommen und auf den guten Schritten diesen Jahres aufgebaut wird. Es soll an dieser Stelle noch darauf hingewiesen werden, dass auch das Westend auf Vengas Initiative hin vegane Kennzeichnungen eingeführt hat (Die Nudeln an der warmen Ausgabe sind nach unseren Nachforschungen auch in aller Regel vegan) und die Cafete erst kürzlich vegane Wraps ins Programm genommen hat. Für alle neuen Veganer_innen an der Uni sei außerdem auf den Biobäcker verwiesen, der schon seit längerem vegane Produkte führt.
